
Das Körpergebet verbindet stilles Sitzen mit Tanz und Bewegung. Meist haben die Stunden ein bestimmtes Thema, dem wir in Stille und Bewegung nachspüren können.
Der Ablauf ist immer gleich: Zu Beginn sitzen wir einige Minuten in der Stille, um den Körperinnenraum neu wahrzunehmen, die Bewegungen des Atems und den Boden unter uns. Wir spüren, was an Körperempfindungen, Gefühlen und Gedanken gerade da ist.
In der darauf folgenden Bewegungsphase gibt es die Möglichkeit, den eigenen Impulsen zu folgen. Es gibt keine Vorgaben und kein Richtig oder Falsch. Manchmal zeigt sich der eigene Tanz durch simple Gewichtsverlagerungen oder einfache Gesten, manchmal durch Bewegungen mit dem ganzen Körper. Manchmal sind es zarte und kleine Bewegungen und manchmal große und kraftvolle. Auch eine Rückkehr auf das eigene Sitzkissen ist jederzeit möglich, vielleicht um wieder in die Stille zu gehen oder bewusst neu anzufangen. Am Schluß der Stunde gehen wir wieder gemeinsam in einige Minuten des stillen Sitzens und schließen so gemeinsam das Körpergebet ab.
Im Zentrum des Körpergebets geht es um Achtsamkeit. Wir üben, bewusst mit allen Sinnen bei dem zu sein, was innerlich und äußerlich geschieht. Gebet wird im Sinne eines aufmerksamen Zuhörens nach innen verstanden.
Es sind keine Vorkenntnisse nötig.